Chronik

Im August 1905 trafen sich sieben Sportfreunde aus der Bauernschaft Sinsen, um einen Verein für Turnen, Kraftsport und Leichtathletik zu gründen. Die Wiege des Clubs stand im 'Gasthof Schröder' an der Bahnhofstrasse. Der Verein wurde auf den Namen 'Kaiser Wilhelm 05' getauft.

In den folgenden Jahren veranstaltete der Verein vielfach Turnfeste und Vereinsfeiern, mittlerweile im Vereinslokal 'Korte' an der Halterner Strasse.

In den Wirren des ersten Weltkrieges lag der Verein brach. 1919 wurde der Verein durch Johannes Grotheer, Robert Tenten und Wilhelm Bohnenkamp wiederbelebt. Der Verein bekam einen neuen Namen: Turnverein 1919 Sinsen. Erstmals entstand eine Fußballmannschaft unter dem Vorsitzenden Josef Schreiner. Die Mitgliederzahl stieg auf 120.

1921 nannte sich der Verein in TuS 05 Sinsen um. Die Fußballabteilung spaltete sich ab. Aufgrund der Lage im Vest Recklinghausen führte man den Zusatz "Nordvesta 1919". Unter H. Lechner startet die erste Fußballmannschaft in der C-Liga.

1925 wurde die Fußball-Jugendabteilung, zunächst mit A- und B-Jugend gegründet. Die Altherren-Abteilung gründete sich 1926.

1926 erreichte der TuS 05 Sinsen in einem Entscheidungsspiel gegen den SuS Hüls vor sagenhaften 1000 Zuschauern die Meisterschaft in der B-Klasse. Trainer war Sportlehrer Hagedorn.

In diesen Jahren bauten sie Sinsener in Eigeninitiative einen neuen Sportplatz auf dem Gelände des heutigen Aldi-Marktes an der Bahnhofstrasse.

1929 fusionierte die Fußballabteilung mit dem SuS Hüls.

1930 öffnete die Abteilung 'Schwimmen'. Domizil des Klubs war das Freibad am Silvertbach in der Burg.

1940 kam eine Tischtennisabteilung, geführt durch Heinz Meusser, hinzu. Sie bestand bis Ende der 50er Jahre.

Nach einer kriegsbedingten Pause gingen die Fußballer 1946 wieder an den Start. Ohne Niederlage stieg die erste Mannschaft in die Kreisliga A auf.

1949 verlor der TuS 05 seinen Sportplatz. Hier wurde durch die Stadt ein neues Industriegebiet errichtet. Nunmehr pachtete der Verein mitten in der Haard ein Grundstück und errichtete einen neuen Platz. Aufgrund der besonderen Beschaffenheit des Bodens (Heide-Sand-Boden) war die Mannschaft kaum schlagbar. Aufwärmen war nicht nötig: Nach dem Umkleiden im früheren Gasthof Schröder stand ein 20minütiger Marsch in die Haard an.

1959 wurde dann der Sportplatz 'An der Burg' eingeweiht.

Von 1960-72 lag die Turnabteilung brach und wurde 1972 von Helmut Doerk, Rosi und Klaus Saager sowie Anneliese Kornmaier mit 25 Mitgliedern wieder ins Leben gerufen. 1982 kam eine Volleyballgruppe dazu.

1990 kam unter der Leitung von Dr. Scheper und Brigitte Hachtmann eine Koronarsport-Gruppe zum Verein hinzu.

1990 stiegen die Fußballer unter Trainer Hubert Poloczek in die Bezirksliga auf, jedoch bereits 1991 wieder ab. Dies fand bereits auf der Bezirkssportanlage Obersinsen statt.

1996 gab es unter Thomas Lorenz den Wiederaufstieg. Nach vier Jahren in der Bezirksliga folgte leider wiederum der Abstieg.

2003 gelang dann ein Doppelaufstieg: die erste Mannschaft schaffte erneut den Sprung in die Bezirkliga, und die zweite Mannschaft in die Kreisliga A. Während sich die zweite Mannschaft in der Kreisliga A zumindest zwei Jahre hielt, stieg die erste Mannschaft sofort wieder ab.

2009 gelang dann der erneute Aufstieg der ersten Mannschaft unter Norbert Sander.

2010 stieg die zweite Mannschaft unter Sascha Brockmann wiederum in die Kreisliga A auf.

2012 stieg dann die erste Mannschaft unter Christoph Maziarz erstmalig in die Landesliga auf.

2015 stieg die zweite Mannschaft unter Ernst Raschowski ein Jahr nach dem Abstieg wieder auf in die Kreisliga A. Der ersten Mannschaft gelang unter Coach Martin Schmidt und Vorsitzendem Uwe Schirrmeister der größte Erfolg der Vereinsgeschichte: Man stieg in die Westfalenliga auf.